{"id":3067,"date":"2025-09-30T09:41:23","date_gmt":"2025-09-30T07:41:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/?page_id=3067"},"modified":"2025-09-30T09:50:19","modified_gmt":"2025-09-30T07:50:19","slug":"fernwaerme","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/fr\/publikationen\/wec-switzerland\/energiestatistik-schweiz-ab-1910\/energietraeger\/fernwaerme\/","title":{"rendered":"Fernw\u00e4rme"},"content":{"rendered":"<h1>Fernw\u00e4rme<\/h1>\n<h2>Entwicklung<\/h2>\n<div>\n<p>Fernw\u00e4rmeversorgungen gibt es in der Schweiz seit mehr als 50 Jahren. Als Fernw\u00e4rme gilt dabei jene W\u00e4rmeversorgung, in der f\u00fcr das Haupttransport- und Verteilnetz \u00f6ffentlicher Boden beansprucht wird und in der die W\u00e4rme an Dritte zu im voraus bestimmten Tarifen verkauft wird. Die Endenergie Fernw\u00e4rme zeichnet sich dadurch aus, dass f\u00fcr ihre Erzeugung fast alle Prim\u00e4renergietr\u00e4ger eingesetzt werden k\u00f6nnen, darunter auch solche, die in kleinen Einzelheizungen aus Bedienungs- und Umweltgr\u00fcnden Schwierigkeiten bringen w\u00fcrden, wie etwa M\u00fcll. Auch die Verwendung von Abw\u00e4rme im Rahmen einer W\u00e4rme-Kraft-Kopplung oder die Nutzung von Umgebungsw\u00e4rme, wobei das Temperaturniveau mit einer W\u00e4rmepumpe angehoben werden muss, ist m\u00f6glich. Die beim Betrieb von grossen thermischen Elektrizit\u00e4tswerken anfallenden W\u00e4rmemengen bieten sich zur Nutzung in Fernw\u00e4rmenetzen an, wobei eine Verteilung auf tiefem Temperaturniveau mit anschliessender Anhebung mit W\u00e4rmepumpen oder eine direkte Nutzung m\u00f6glich ist. Da solche Werke aber nicht mitten in sehr dicht besiedelten Gebieten liegen, wird die Wirtschaftlichkeit bei tiefen Preisen anderer Energietr\u00e4ger oft fraglich.<\/p>\n<p>Durch die Gr\u00f6sse der Anlagen ist es wirtschaftlich vertretbar, die Voraussetzungen f\u00fcr einen raschen Wechsel von einem auf den \u00e4ndern Energietr\u00e4ger oder f\u00fcr die parallele Verwendung bereitzustellen. Der tats\u00e4chliche Einsatz wird durch Verf\u00fcgbarkeit und Preis der Energietr\u00e4ger sowie den W\u00e4rmebedarf bestimmt. Die Verluste bei der Verteilung h\u00e4ngen verschiedenen Faktoren wie Temperaturniveau, Isolation der Rohre und Abgabemenge im Verh\u00e4ltnis zur Netzgr\u00f6sse ab, sie bewegen sich bei rund 10%.<\/p>\n<p>Die ersten Fernw\u00e4rmeversorgungen in der Schweiz wurden in gr\u00f6sseren St\u00e4dten zumeist im Zusammenhang mit Kehrichtverbrennungsanlagen realisiert und dauernd weiter ausgebaut. Als erstes entstand 1928 in Z\u00fcrich das Netz bei der Anlage Josefstrasse, es folgte das Fernheizkraftwerk der ETH Z\u00fcrich, die Fernw\u00e4rmeversorgung Lausanne und jene von Basel, welche als gr\u00f6sste der Schweiz 1985 eine Netzl\u00e4nge von 130 km hatte und eine Spitzenleistung von \u00fcber 300 MW abgeben konnte. Ab 1954 entstand die Fern-W\u00e4rmeversorgung der Stadt Bern, die seit 1975 auch das Bundeshaus beliefert, und ab 1965 diejenige von Genf. Im Jahre 1980 wurden 8920 TJ Fernw\u00e4rme erzeugt. Nach Abzug der auf 1000 TJ gesch\u00e4tzten Verluste betrug der Endverbrauch 7920 TJ. 1985 wurden 9430 TJ als Endenergie abgegeben, was einen Anteil von 1,3% am schweizerischen Endenergieverbrauch ausmachte.<\/p>\n<\/div>\n<hr>\n<h2>Statistische Methodik<\/h2>\n<div><main><\/p>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"main-content col-md-8\">\n<div class=\"templateContent\"><main><\/p>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"main-content col-md-8\">\n<div class=\"templateContent\">\n<p>Die Statistiken \u00fcber Fernw\u00e4rme in der Schweiz wurden erst im Rahmen der GEK an die Hand genommen, verl\u00e4ssliche Zahlen existieren seit dem Jahr 1978.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/main><\/p>\n<section class=\"poweredby\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-sm-10 col-sm-offset-1\">\n<ul class=\"powered-by\"><\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/main><\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"animation\":\"fade\",\"image_position\":\"center-center\",\"padding\":\"large\",\"padding_remove_bottom\":false,\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"large\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"props\":{\"column_gap\":\"large\",\"layout\":\"1-3,2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"1-3\",\"width_xlarge\":\"1-3\"},\"children\":[{\"type\":\"module\",\"props\":{\"menu_image_align\":\"center\",\"menu_image_margin\":true,\"menu_style\":\"primary\",\"menu_type\":\"nav\",\"position_left\":\"0\",\"type\":\"nav_menu\",\"widget\":\"nav_menu-2\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"2-3\",\"width_xlarge\":\"2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Fernw\\u00e4rme\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"heading-small\"}},{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Entwicklung\",\"title_element\":\"h2\",\"title_style\":\"h2\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Fernw\\u00e4rmeversorgungen gibt es in der Schweiz seit mehr als 50 Jahren. 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