{"id":3057,"date":"2025-09-30T09:39:49","date_gmt":"2025-09-30T07:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/?page_id=3057"},"modified":"2025-09-30T09:45:10","modified_gmt":"2025-09-30T07:45:10","slug":"holz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/it\/publikationen\/wec-switzerland\/energiestatistik-schweiz-ab-1910\/energietraeger\/holz\/","title":{"rendered":"Holz"},"content":{"rendered":"<h1>Holz<\/h1>\n<h2>Entwicklung<\/h2>\n<div>\n<p>Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Holz seine einst f\u00fchrende Rolle in der Energieversorgung schon l\u00e4ngst an die Kohle abgegeben, lag aber immer noch klar an zweiter Stelle und wurde erst um die Mitte der 20er Jahre durch die Wasserkraft \u00fcberholt. Nachdem es w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs nochmals einen gr\u00f6sseren Anteil des Energiebedarfs abdeckte, nahmen der absolute Wert und insbesondere die relative Bedeutung stark ab.<\/p>\n<p>Das Holz gelangt fast ausschliesslich als Prim\u00e4renergie f\u00fcr die W\u00e4rmeerzeugung zum Einsatz. Die Holzkohle ist der einzige \u00fcber die ganze Zeit eingesetzte auf ihm basierende Sekund\u00e4renergietr\u00e4ger. Ihre Bedeutung war aber immer sehr klein; deshalb wird sie hier dem Holz gleichgesetzt. Bei extremen Mangellagen wurden Holz und Holzkohle zur Gasproduktion eingesetzt. Erst in j\u00fcngster Zeit (ab Juni 1996) wird auch in der Schweiz als Sekund\u00e4renergietr\u00e4ger Strom aus Holz erzeugt. 1999 waren drei Anlagen in Betrieb (Dampfturbine, Spillingmototr und ORC-Prozess). Quantitativ ist die Stromproduktion im Vergleich zur W\u00e4rmeerzeugung aber nach wie vor marginal.<\/p>\n<p>Um 1910 deckte das Holz rund 15% des Energiebedarfes der Schweiz. Nach einem Tiefpunkt der genutzten Menge in den ersten Jahren des Krieges (der allerdings auch durch statistische Probleme verursacht sein k\u00f6nnte) stieg der Anteil mit der Kohleverknappung um das Ende des Ersten Weltkriegs zeitweise auf \u00fcber 20%. Die Nutzung erreichte in der ersten H\u00e4lfte der 30er Jahre ein Maximum und sank darauf langsam bis 1939. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde rund die H\u00e4lfte des in den W\u00e4ldern geschlagenen Holzes als Brennholz genutzt.<\/p>\n<p>In den Jahren 1940-1945 wurde die Brennholzproduktion weit \u00fcber die nat\u00fcrliche Nachwuchsmenge gesteigert, im Jahr 1941\/42 war beispielsweise eine Nutzung von 200% des Holzzuwachses gestattet. Durch verschiedene Faktoren, vor allem den Mangel an Arbeitskr\u00e4ften und Transportprobleme, blieb sie aber letztlich auf etwa das Anderthalbfache der vorangegangenen Jahre beschr\u00e4nkt, was etwas weniger als 30% des sehr stark reduzierten Gesamtenergieverbrauches bedeutete. Um 1950 hatte sich der Verbrauch an Brennholz wieder auf das Niveau vor dem Zweiten Weltkrieg gesenkt, er nahm dann aber weiterhin kontinuierlich ab. Um 1970 betrug der Anteil am Gesamtenergieverbrauch lediglich noch rund 1%, und nur noch 20% des im Wald geschlagenen Holzes war direkt f\u00fcr die Energiegewinnung bestimmt. Erst mit der Erd\u00f6lverteuerung in den 70er Jahren erwachte das Interesse an der Nutzung von Holzenergie wieder, 1985 deckte sie 1,6% des schweizerischen Endenergieverbrauchs.<\/p>\n<p>Im letzten Jahrzent des zweiten Milleniums setzte gar eine gewisse Renaissance der Holzenergie ein. Der Anteil am Gesamtenergieverbrauch stieg bis 1999 kontinuierlich auf 2,5%. Das entspricht einem Energieholzverbrauch von etwa 2,5 Millionen Kubikmetern. Wurden 1990 noch zwei Drittel der Energieholzmenge in St\u00fcckholzfeuerungen genutzt, hat sich das Verh\u00e4ltnis zwischen St\u00fcckholz- und Schnitzelfeuerungen heute praktisch ausgeglichen.<\/p>\n<\/div>\n<hr>\n<h2>Statistische Methodik<\/h2>\n<div><main><\/p>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"main-content col-md-8\">\n<div class=\"templateContent\">\n<p>Bisher stand f\u00fcr die Bestimmung der zu einem energetischen Einsatz gelangenden Holzmenge nebst den Zollstatistiken mit ihrer Tarifgruppe Brennholz die Forststatistik zur Verf\u00fcgung. Bei beiden steht aber nicht die Nutzung des Holzes als Energietr\u00e4ger im Vordergrund. Die Forststatistik gibt Auskunft \u00fcber die Holzabgabe von \u00f6ffentlichen und privaten Forstbetrieben, wobei die Angaben der letzteren, die rund 1\/3 des Waldes umfassen, vor allem in fr\u00fcheren Jahren auf Sch\u00e4tzungen beruhen. Bis 1939 unterschied man nur zwischen Brenn- und Nutzholz, wobei das Brennholz auch die direkt f\u00fcr die Papierherstellung gelieferten Mengen umfasste. Ab 1940 wird der Verbrauch der Industrie in der Statistik separat ausgewiesen.<\/p>\n<p>Das wesentlichste Problem bei der Bestimmung der Holzenergie ist aber die Sch\u00e4tzung von zwei Holzmengen, die in den Import- und Forststatistiken nicht enthalten sind. Die erste wird zwar als Nutzholz geschlagen, f\u00e4llt dann aber auf irgend einer Stufe der Verarbeitung als Abfall an und wird energetisch genutzt (z.B. Schwarten und Spreissel in den S\u00e4gereien, Abschnitte, Sp\u00e4ne und St\u00e4ube in den Weiterverarbeitungsbetrieben). Die zweite besteht aus dem Holz, das nicht kommerziell als Brennholz in den Handel gelangt, sondern von privaten Waldbesitzern direkt genutzt wird (nur vor 1975), oder beim F\u00e4llen von Feldb\u00e4umen und durch Sammeln von Fallholz entsteht (&#8220;Holzanfall ausser Wald&#8221;).<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6sse dieser beiden Quellen von energetisch verwendetem Holz h\u00e4ngt viel st\u00e4rker als bei der formell als Brennholz genutzten Menge von der Wirtschafts- und Versorgungslage sowie von alternativen Verwendungsm\u00f6glichkeiten (z. B. durch das Aufkommen der Spanplattenindustrie) ab. Erst in j\u00fcngster Zeit wurden dar\u00fcber vertiefte Untersuchungen angestellt (im BFE-Bericht 805.520.d werden Konzept und Datenreihe ab 1990 beschrieben), vorher existierten lediglich grobe und deshalb auch recht unterschiedliche Sch\u00e4tzungen. W\u00e4hrend Mangellagen spielte der Holzanfall ausser Wald zweifellos eine wichtige Rolle, doch fehlen konkrete Angaben. Die Abf\u00e4lle bei der Holzverarbeitung wurden im Bericht des SNK-WEK (P. Schl\u00e4pfer, H. Derendinger, E. Steiner: Die energiewirtschaftliche Bedeutung von Brennstoffimport und Brennstoffproduktion in der Schweiz. In: Wasser- und Energiewirtschaft, 1953) auf 25% der Nutzholzmenge (importiert und einheimisch) gesch\u00e4tzt, der Holzanfall ausser Wald wurde nicht ber\u00fccksichtigt. Bei Lienhard und Allemann (H. Lienhard, R. Allemann: Die Entwicklung der schweizerischen Energiewirtschaft seit 1910. Teil I: Die Rohenergieaufkommen . In: Elektrizit\u00e4tsverwertung, 1967) wurden die beiden zusammen als 50% des Nutzholzes angenommen. In den Ver\u00f6ffentlichungen des damaligen Amtes f\u00fcr Energiewirtschaft im Jahr 1967 sind erstmals Sch\u00e4tzungen \u00fcber die beiden Holzmengen ab 1950 enthalten, sie schwanken dort um 30% des Nutzholzes. Diese Sch\u00e4tzungen, die vom damaligen Bundesamt f\u00fcr Forstwesen und Landschaftsschutz (BFL) stammten, wurden auch f\u00fcr die Gesamtenergiestatistik fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Seit 1990 wurde der Holzenergieverbrauch zuhanden der Gesamtenergiestatistik \u00fcber den Bestand der Holzanlagen berechnet. Im Bereich der St\u00fcckholzfeuerungen basierte die Berechnung auf einer Modellrechnung, im Bereich der automatischen Feuerungen auf einer Datenbank, in welcher alle Feuerungsstandorte individuell erfasst wurden. Mit dem Anlagenbestand als direkte Eingangsgr\u00f6sse konnten jeweils im Fr\u00fchsommer die installierte Leistung, der Holzumsatz und der Energieverbrauch (Endenergie und Nutzenergie) des Vorjahres berechnet werden.<\/p>\n<p>Eine Differenz zu den Berechnungen der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bfe.admin.ch\/themen\/00526\/00538\/index.html?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energieperspektiven 2035\/2050 des Bundesamts f\u00fcr Energie<\/a>\u00a0aus dem Jahr 2005 wies jedoch nach wie vor auf eine Untersch\u00e4tzung des Holzenergieverbrauchs im Bereich der Haushalte hin. Die Perspektivrechnungen basieren auf den in den Jahren 1980, 1990 und 2000 durchgef\u00fchrten Wohnungsz\u00e4hlungen und auf den dabei ermittelten, mit Holz beheizten Energiebezugsfl\u00e4chen. Seit 2005 werden die beiden Berechnungsverfahren miteinander kombiniert. Der Holzenergieverbrauch wurde r\u00fcckwirkend seit 1980 revidiert und deutlich angehoben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/main><\/p>\n<section class=\"poweredby\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-sm-10 col-sm-offset-1\">\n<ul class=\"powered-by\"><\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"animation\":\"fade\",\"image_position\":\"center-center\",\"padding\":\"large\",\"padding_remove_bottom\":false,\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"large\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"props\":{\"column_gap\":\"large\",\"layout\":\"1-3,2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"1-3\",\"width_xlarge\":\"1-3\"},\"children\":[{\"type\":\"module\",\"props\":{\"menu_image_align\":\"center\",\"menu_image_margin\":true,\"menu_style\":\"primary\",\"menu_type\":\"nav\",\"position_left\":\"0\",\"type\":\"nav_menu\",\"widget\":\"nav_menu-2\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"2-3\",\"width_xlarge\":\"2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Holz\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"heading-small\"}},{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Entwicklung\",\"title_element\":\"h2\",\"title_style\":\"h2\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Anfang des 20. 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Erst in j\\u00fcngster Zeit (ab Juni 1996) wird auch in der Schweiz als Sekund\\u00e4renergietr\\u00e4ger Strom aus Holz erzeugt. 1999 waren drei Anlagen in Betrieb (Dampfturbine, Spillingmototr und ORC-Prozess). Quantitativ ist die Stromproduktion im Vergleich zur W\\u00e4rmeerzeugung aber nach wie vor marginal.<\\\/p>\\n\n\n<p>Um 1910 deckte das Holz rund 15% des Energiebedarfes der Schweiz. Nach einem Tiefpunkt der genutzten Menge in den ersten Jahren des Krieges (der allerdings auch durch statistische Probleme verursacht sein k\\u00f6nnte) stieg der Anteil mit der Kohleverknappung um das Ende des Ersten Weltkriegs zeitweise auf \\u00fcber 20%. Die Nutzung erreichte in der ersten H\\u00e4lfte der 30er Jahre ein Maximum und sank darauf langsam bis 1939. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde rund die H\\u00e4lfte des in den W\\u00e4ldern geschlagenen Holzes als Brennholz genutzt.<\\\/p>\\n\n\n<p>In den Jahren 1940-1945 wurde die Brennholzproduktion weit \\u00fcber die nat\\u00fcrliche Nachwuchsmenge gesteigert, im Jahr 1941\\\/42 war beispielsweise eine Nutzung von 200% des Holzzuwachses gestattet. Durch verschiedene Faktoren, vor allem den Mangel an Arbeitskr\\u00e4ften und Transportprobleme, blieb sie aber letztlich auf etwa das Anderthalbfache der vorangegangenen Jahre beschr\\u00e4nkt, was etwas weniger als 30% des sehr stark reduzierten Gesamtenergieverbrauches bedeutete. Um 1950 hatte sich der Verbrauch an Brennholz wieder auf das Niveau vor dem Zweiten Weltkrieg gesenkt, er nahm dann aber weiterhin kontinuierlich ab. Um 1970 betrug der Anteil am Gesamtenergieverbrauch lediglich noch rund 1%, und nur noch 20% des im Wald geschlagenen Holzes war direkt f\\u00fcr die Energiegewinnung bestimmt. Erst mit der Erd\\u00f6lverteuerung in den 70er Jahren erwachte das Interesse an der Nutzung von Holzenergie wieder, 1985 deckte sie 1,6% des schweizerischen Endenergieverbrauchs.<\\\/p>\\n\n\n<p>Im letzten Jahrzent des zweiten Milleniums setzte gar eine gewisse Renaissance der Holzenergie ein. Der Anteil am Gesamtenergieverbrauch stieg bis 1999 kontinuierlich auf 2,5%. Das entspricht einem Energieholzverbrauch von etwa 2,5 Millionen Kubikmetern. 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Die Abf\\u00e4lle bei der Holzverarbeitung wurden im Bericht des SNK-WEK (P. Schl\\u00e4pfer, H. Derendinger, E. Steiner: Die energiewirtschaftliche Bedeutung von Brennstoffimport und Brennstoffproduktion in der Schweiz. In: Wasser- und Energiewirtschaft, 1953) auf 25% der Nutzholzmenge (importiert und einheimisch) gesch\\u00e4tzt, der Holzanfall ausser Wald wurde nicht ber\\u00fccksichtigt. Bei Lienhard und Allemann (H. Lienhard, R. Allemann: Die Entwicklung der schweizerischen Energiewirtschaft seit 1910. Teil I: Die Rohenergieaufkommen . In: Elektrizit\\u00e4tsverwertung, 1967) wurden die beiden zusammen als 50% des Nutzholzes angenommen. In den Ver\\u00f6ffentlichungen des damaligen Amtes f\\u00fcr Energiewirtschaft im Jahr 1967 sind erstmals Sch\\u00e4tzungen \\u00fcber die beiden Holzmengen ab 1950 enthalten, sie schwanken dort um 30% des Nutzholzes. 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