{"id":3061,"date":"2025-09-30T09:40:36","date_gmt":"2025-09-30T07:40:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/?page_id=3061"},"modified":"2025-09-30T09:48:08","modified_gmt":"2025-09-30T07:48:08","slug":"erdoel-und-erdoelprodukte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/it\/publikationen\/wec-switzerland\/energiestatistik-schweiz-ab-1910\/energietraeger\/erdoel-und-erdoelprodukte\/","title":{"rendered":"Erd\u00f6l und Erd\u00f6lprodukte"},"content":{"rendered":"<h1>Erd\u00f6l und Erd\u00f6lprodukte<\/h1>\n<h2>Entwicklung<\/h2>\n<div>\n<p>W\u00e4hrend der ganzen ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts war der Beitrag der Erd\u00f6lprodukte zur schweizerischen Energieversorgung recht gering. In den dreissiger Jahren erreichte ihr Anteil kurzfristig 12%. Erst nach dem Krieg begann der beispiellose Aufstieg, bei dem die Erd\u00f6lprodukte zum dominanten Energietr\u00e4ger wurden. Zu Beginn der siebziger Jahre erreichte ihr Anteil am Verbrauch 80%. Im Zuge der beiden Erd\u00f6lkrisen, die zu einer Verzehnfachung des Roh\u00f6lpreises innert 10 Jahren f\u00fchrten, kam es zu einem Trendbruch. Obwohl der Roh\u00f6lpreis nach 1985 wieder abnahm und gegen Ende des Jahres 1998 real sogar seinen tiefsten Stand seit 50 Jahren erreichte, ging der Anteil der Erd\u00f6lprodukte am Verbrauch im letzten Quartal des Jahrhunderts kontinuierlich auf gut 60% zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Erd\u00f6l ist wie Uran und Erdgas ein Rohstoff, der in der Schweiz kommerziell nicht ausbeutbar ist. Immerhin stehen aber in der Schweiz seit Inbetriebnahme der beiden Raffinerien in Cressier (NE) und Collombey (VS) in den Jahren 1963 bzw. 1970 Verarbeitungskapazit\u00e4ten f\u00fcr Roh\u00f6l zur Verf\u00fcgung, die dem Land eine Diversifikation der Produkteversorgung bieten. Etwa zwischen einem Drittel und der H\u00e4lfte des Gesamtbedarfs an Erd\u00f6lprodukten wird seither von den Raffinerien bereitgestellt; der Rest wird wie vorher in Form von Fertigprodukten importiert.<\/p>\n<p>Vor dem Ersten Weltkrieg betrug der Anteil der Erd\u00f6lprodukte am Energieverbrauch weniger als 1%. Bis zum Jahr 1916 sank ihr Verbrauch sogar noch auf rund 20% des Vorkriegswertes. Von da an erfolgte eine kontinuierliche Zunahme bis zum Jahr 1935, wobei der Anteil am Energieverbrauch allerdings nur maximal 12% betrug. Der Anteil der Brennstoffe bewegte sich seit Beginn der betrachteten Periode zwischen 30% und 40%. Nach 1935 stagnierte der Verbrauch von Erd\u00f6lprodukten<\/p>\n<p>Die starke Reduktion der Importe nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges machte sehr rasch eine strenge Rationierung notwendig. Zur Einsparung von Treibstoffen wurden, vor allem bei Lastwagen, Holzvergaser eingesetzt, Benzin mit aus Holz gewonnenem Alkohol vermischt oder mit Acetylen ersetzt. Bis 1945 sank der Import von Erd\u00f6lprodukten auf unter 10% des Vorkriegswertes.<\/p>\n<p>Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine enorme Verbrauchssteigerung ein. Schon 1946 war die gleiche Gr\u00f6ssenordnung wie in den 30er Jahren erreicht, wozu vor allem die Brennstoffe beitrugen, die den Verbrauch an Treibstoffen von nun an immer st\u00e4rker \u00fcbertrafen. Zwischen 1950 und 1970 betrug der durchschnittliche Jahreszuwachs des gesamten Endverbrauchs an Erd\u00f6lprodukten 12,5%, des Autobenzins 10% und des Heiz\u00f6ls 14%. Der h\u00f6chste Verbrauch wurde schliesslich 1973 erreicht, allerdings verursacht durch die damals statistisch nicht erfassten Hortungsk\u00e4ufe der Konsumenten.<\/p>\n<p>Die Erd\u00f6lpreiskrisen von 1973 und 1979 l\u00f6sten bei den Erd\u00f6lprodukten Anstrengungen zu deren effizienterem Einsatz und Substitution aus, die bis heute nachwirken. Trotz des Preissturzes von 1986, der der Macht der OPEC zur Preisgestaltung ein vorl\u00e4ufiges Ende setzte, hat sich der Erd\u00f6lverbrauch bei etwa 500 PJ stabilisiert. Dabei ist eine deutliche Verschiebung innerhalb der Erd\u00f6lprodukte weg von den Brennstoffen und hin zu den Treibstoffen zu beobachten.<\/p>\n<p>Betrug der Anteil der Treibstoffe 1980 noch 37%, lag er 1998 bereits bei 53%. Verantwortlich daf\u00fcr war im W\u00e4rmemarkt neben den effizienter gewordenen Heizungstechnologien der zunehmende Einsatz von Erdgas und W\u00e4rmepumpen. Zudem nahm der Einsatz von Heiz\u00f6l Schwer in der Industrie bis zur Bedeutungslosigkeit ab und betrug zuletzt noch 10% des H\u00f6chststandes von 1973. Bei den Treibstoffen war bis in die neunziger Jahre hinein beim Benzin und Diesel\u00f6l ein starkes Wachstum des Absatzes zu verzeichnen, welches beim Flugtreibstoff noch immer anh\u00e4lt. Bei den Autotreibstoffen hat sich in den letzten Jahren eine S\u00e4ttigung eingestellt, indem sich wachsender Fahrzeugbestand und verbrauchs\u00e4rmere Fahrzeuge im Effekt in etwa aufhoben.<\/p>\n<\/div>\n<hr>\n<h2>Statistische Methodik<\/h2>\n<div><main><\/p>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"main-content col-md-8\">\n<div class=\"templateContent\"><main><\/p>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"main-content col-md-8\">\n<div class=\"templateContent\">\n<p>Wegen der Vielfalt der Produkte, der Verwendungszwecke und der beteiligten Organisationen erwies sich die Aufstellung einer nach Brutto- und Endverbrauch gegliederten Statistik als recht schwierig. Bis 1949 wurden, wie schon fr\u00fcher, die Importe dem Bruttoverbrauch gleichgesetzt. Die Lagerm\u00f6glichkeiten w\u00e4hrend dieses Zeitraums waren bescheiden, und es konnten keine Angaben \u00fcber deren Bewirtschaftung gefunden werden. Ab 1975 wurden die Daten der Gesamtenergiestatistik beinahe unver\u00e4ndert \u00fcbernommen. Seit Einf\u00fchrung des Mineral\u00f6lsteuergesetzes 1997 wird f\u00fcr den Ver-brauch nicht mehr auf die Importe, sondern auf den Absatz in den steuerrechtlich freien Verkehr abgestellt.<\/p>\n<p>Die Differenz zwischen Brutto- und Endverbrauch ergibt sich beim Erd\u00f6l durch den Energieaufwand bei der Raffinierung von Roh\u00f6l (rund 1% des importierten Erd\u00f6ls) sowie durch den Verbrauch zur Herstellung anderer Energietr\u00e4ger wie Strom und Stadt-gas. Sie war in der Schweiz immer sehr gering; das Maximum mit etwa 8% wurde am Anfang der 70er Jahre erreicht.<\/p>\n<p>Zwischen 1950 und 1974 st\u00fctzten sich die Angaben zur Hauptsache auf die Absatzstatistiken der Carbura, der Schweizerischen Zentralstelle f\u00fcr die Einfuhr von fl\u00fcssigen Brenn- und Treibstoffen, sowie seit 1961 auch auf die Gesch\u00e4ftsberichte der\u00a0Erd\u00f6l-Vereinigung. F\u00fcr die wichtigsten Erd\u00f6lprodukte konnten damit die Vorrats\u00e4nderungen auf Import- und Grosshandelsstufe ber\u00fccksichtigt werden. Nicht erfasst wurden jedoch zun\u00e4chst die bei den Endkonsumenten vorhandenen Lagerbest\u00e4nde an Heiz\u00f6l, aus deren \u00c4nderung sich die Differenz zwischen Absatz und Verbrauch herleitet. Seit 1980 wird mittels Umfragen der F\u00fcllgrad der Heiz\u00f6ltanks bei den Konsumenten ermittelt und daraus der Endverbrauch bestimmt.<\/p>\n<p>Die Absatzstatistik der Carbura zeigt grunds\u00e4tzlich den Bruttoverbrauch, auch wenn in gewissen Perioden weitere Angaben vorhanden sind. Die f\u00fcr Energieumwandlungen eingesetzten Erd\u00f6lprodukte mussten also noch gesondert bestimmt werden. W\u00e4hrend die f\u00fcr die Stadtgaserzeugung ben\u00f6tigten Produkte in den Jahresberichten des\u00a0<a href=\"http:\/\/www.erdgas.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verbandes der Schweizerischen Gasindustrie<\/a>\u00a0(VSG) erscheinen, existieren f\u00fcr die fr\u00fcheren Jahre keine vollst\u00e4ndigen Angaben \u00fcber den Verbrauch f\u00fcr die Stromerzeugung. Er wurde deshalb durch eine R\u00fcckrechnung bestimmt, wobei angenommen wurde, dass die gesamte konventionell-thermische Elektrizit\u00e4tsproduktion aus Erd\u00f6lprodukten und mit einem Wirkungsgrad von 35% erfolgte. In den letzten Jahren wurde der Verbrauch aufgrund von Angaben der Produzenten bestimmt. \u00dcber den Eigenverbrauch und die Ver-luste der Raffinerien existieren ausreichende Unterlagen.<\/p>\n<p>F\u00fcr sinnvolle Aussagen ist eine feinere Unterteilung des Endverbrauchs von Erd\u00f6lprodukten unumg\u00e4nglich. Es zeigte sich aber bald, dass sich die verschiedenen Quellen widersprachen, was teilweise auf den Umstand zur\u00fcckgeht, dass die Verzollung und damit auch die statistische Erfassung der Lagerbewegungen nicht nur nach der Qualit\u00e4t, sondern auch nach dem Verwendungszweck erfolgte. So sind grosse Mengen von Heiz\u00f6l (vor allem Heiz\u00f6I schwer), die zur Herstellung von Elektrizit\u00e4t importiert wurden, bis 1973 als Diesel\u00f6l verzollt worden. F\u00fcr jede Sorte wurden deshalb die Quellen verglichen und die plausibelste benutzt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/main><\/p>\n<section class=\"poweredby\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-sm-10 col-sm-offset-1\">\n<ul class=\"powered-by\"><\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/main><\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"animation\":\"fade\",\"image_position\":\"center-center\",\"padding\":\"large\",\"padding_remove_bottom\":false,\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"large\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"props\":{\"column_gap\":\"large\",\"layout\":\"1-3,2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"1-3\",\"width_xlarge\":\"1-3\"},\"children\":[{\"type\":\"module\",\"props\":{\"menu_image_align\":\"center\",\"menu_image_margin\":true,\"menu_style\":\"primary\",\"menu_type\":\"nav\",\"position_left\":\"0\",\"type\":\"nav_menu\",\"widget\":\"nav_menu-2\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"2-3\",\"width_xlarge\":\"2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Erd\\u00f6l und Erd\\u00f6lprodukte\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"heading-small\"}},{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Entwicklung\",\"title_element\":\"h2\",\"title_style\":\"h2\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>W\\u00e4hrend der ganzen ersten H\\u00e4lfte des 20. 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Immerhin stehen aber in der Schweiz seit Inbetriebnahme der beiden Raffinerien in Cressier (NE) und Collombey (VS) in den Jahren 1963 bzw. 1970 Verarbeitungskapazit\\u00e4ten f\\u00fcr Roh\\u00f6l zur Verf\\u00fcgung, die dem Land eine Diversifikation der Produkteversorgung bieten. Etwa zwischen einem Drittel und der H\\u00e4lfte des Gesamtbedarfs an Erd\\u00f6lprodukten wird seither von den Raffinerien bereitgestellt; der Rest wird wie vorher in Form von Fertigprodukten importiert.<\\\/p>\\n\n\n<p>Vor dem Ersten Weltkrieg betrug der Anteil der Erd\\u00f6lprodukte am Energieverbrauch weniger als 1%. Bis zum Jahr 1916 sank ihr Verbrauch sogar noch auf rund 20% des Vorkriegswertes. Von da an erfolgte eine kontinuierliche Zunahme bis zum Jahr 1935, wobei der Anteil am Energieverbrauch allerdings nur maximal 12% betrug. Der Anteil der Brennstoffe bewegte sich seit Beginn der betrachteten Periode zwischen 30% und 40%. Nach 1935 stagnierte der Verbrauch von Erd\\u00f6lprodukten<\\\/p>\\n\n\n<p>Die starke Reduktion der Importe nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges machte sehr rasch eine strenge Rationierung notwendig. Zur Einsparung von Treibstoffen wurden, vor allem bei Lastwagen, Holzvergaser eingesetzt, Benzin mit aus Holz gewonnenem Alkohol vermischt oder mit Acetylen ersetzt. Bis 1945 sank der Import von Erd\\u00f6lprodukten auf unter 10% des Vorkriegswertes.<\\\/p>\\n\n\n<p>Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine enorme Verbrauchssteigerung ein. Schon 1946 war die gleiche Gr\\u00f6ssenordnung wie in den 30er Jahren erreicht, wozu vor allem die Brennstoffe beitrugen, die den Verbrauch an Treibstoffen von nun an immer st\\u00e4rker \\u00fcbertrafen. Zwischen 1950 und 1970 betrug der durchschnittliche Jahreszuwachs des gesamten Endverbrauchs an Erd\\u00f6lprodukten 12,5%, des Autobenzins 10% und des Heiz\\u00f6ls 14%. 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