{"id":3063,"date":"2025-09-30T09:40:52","date_gmt":"2025-09-30T07:40:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/?page_id=3063"},"modified":"2025-09-30T09:48:48","modified_gmt":"2025-09-30T07:48:48","slug":"elektrizitaet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worldenergy.ch\/it\/publikationen\/wec-switzerland\/energiestatistik-schweiz-ab-1910\/energietraeger\/elektrizitaet\/","title":{"rendered":"Elektrizit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<h1>Elektrizit\u00e4t<\/h1>\n<h2>Entwicklung<\/h2>\n<div>\n<p>Infolge des geringen Elektrifizierungsgrads wurden 1910 erst 3,5% des schweizerischen Endenergiebedarfs durch Elektrizit\u00e4t gedeckt. Dies ist wenig verwunderlich, wurden doch beispielsweise im Bereich der Haushalte 1912 erst rund 300 elektrische Haushaltk\u00fcchen mit durchschnittlich 1,5 kW Anschlussleistung registriert.<\/p>\n<p>Die zunehmende allgemeine Elektrifizierung und die Verknappung der \u00fcbrigen Energietr\u00e4ger in den beiden Weltkriegen f\u00fchrten zu einem starken Aufschwung der Wasserkraft, wodurch ihr Marktanteil am Energieverbrauch bis 1940 auf 15% zunahm. Trotz kr\u00e4ftigen Ausbaus der Produktionskapazit\u00e4ten kam es vor allem w\u00e4hrend der Kriege, aber auch danach immer wieder zu zwangsweisen Konsumeinschr\u00e4nkungen. Die letzten Beschr\u00e4nkungen wurden im &#8220;Seegfr\u00f6rni-Winter&#8221; von Januar\/Februar 1963 verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Der Endverbrauch an elektrischer Energie steigerte sich w\u00e4hrend der 60er Jahre im Mittel um 4,7% pro Jahr. Ab 1970 verlangsamte sich die Zunahme, lag aber immer noch \u00fcber 3%. Die siebenj\u00e4hrige wirtschaftliche Stagnationsphase ab 1990 f\u00fchrte sogar fast zu einem Nullwachstum. Die Wirtschaft restrukturierte sich in dieser Zeit durchgreifend und setzte zu einem neuen Wachstumsschub an, der sich seit 1998 wieder in deutlichen Bedarfszunahmen bei der Elektrizit\u00e4t widerspiegelt.<\/p>\n<p>1998 betrug der Marktanteil der Elektrizit\u00e4t am Endenergieverbrauch 21,1%. In der Industrie und in Gewerbe\/Landwirtschaft\/Dienstleistungen lag die entsprechende Zahl sogar bei 35,1% bzw. bei 36,1%.<\/p>\n<p>Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde elektrische Energie in verschiedensten Qualit\u00e4ten, n\u00e4mlich etwa h\u00e4lftig als Gleichstrom und h\u00e4lftig als ein- bis dreiphasiger Wechselstrom unterschiedlicher Spannungen und Frequenzen angeboten. Die zunehmende Zusammenschaltung der Netze f\u00fchrte zur Vereinheitlichung des Produkts Strom und erlaubte die optimierte Nutzung verschiedener Kraftwerkstypen. So wurde die Kombination des Flusskraftwerks Beznau mit dem Speicherkraftwerk am L\u00f6ntsch zum Herzst\u00fcck der Nordostschweizerischen Kraftwerke im Jahre 1914.<\/p>\n<p>Waren 1885 noch rund 20% der Elektrizit\u00e4t fossil-thermisch erzeugt worden, sank dieser Anteil bis 1910 auf unter 5% und wurde bis zum ersten Weltkrieg vernachl\u00e4ssigbar gering. Das Bundesgesetz von 1918 \u00fcber die Nutzbarmachung der Wasserkr\u00e4fte gab dem Ausbau der Wasserkraft weitere neue Impulse.<\/p>\n<p>Der st\u00e4rkste Ausbau erfolgte in der Zeit zwischen 1950 und 1970, w\u00e4hrend der sich die Produktion auf das 2,4-fache erh\u00f6hte. Eine weitere Steigerung der Wasserkraft war von da an fast ausschliesslich \u00fcber einen Weiterausbau oder den Ersatz bestehender Anlagen m\u00f6glich. In der ersten H\u00e4lfte der 60er Jahre stellte sich daher die Frage nach der Deckung des k\u00fcnftigen Elektrizit\u00e4tsbedarfs. In diese Zeit f\u00e4llt der Beginn der Stromeinspeisung von Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA), die Inbetriebnahme des ersten grossen \u00f6lbefeuerten Kraftwerks bei Vouvry (286 MW, 1966) und der Bau von WKK-Anlagen in der Papier-, in der mineral\u00f6lverarbeitenden und chemischen Industrie.<\/p>\n<p>Aus Kosten- und Umweltgr\u00fcnden &#8211; die als Alternative geplanten \u00d6l- und Kohlekraftwerke stiessen auf starke Opposition &#8211; wurde im Einklang mit dem Bundesrat die Kernenergie priorisiert und die Umsetzung der Projekte z\u00fcgig in die Hand genommen. 1969 ging die Anlage Beznau 1 in Betrieb. In kurzem Abstand folgten die Anlagen Beznau 2 und M\u00fchleberg. 1977 erreichte der Anteil der Kernenergie 17% der Landeserzeugung. Innert weniger als einem Jahrzehnt entstand so ein neues Standbein f\u00fcr die Landesversorgung, das zudem gerade im Umfeld der Erd\u00f6lkrise als vorteilhafte Diversifikation erschien.<\/p>\n<p>Der Bau der weiteren Anlagen G\u00f6sgen und Leibstadt f\u00fchrte zu grossen politische Diskussionen, welche den weiteren Vormarsch der Kernkraft in der Schweiz faktisch stoppten. In den 90er Jahren waren deshalb einzig noch Leistungserh\u00f6hungen bei den bestehenden Anlagen m\u00f6glich, die immerhin ein beachtliches Volumen kosteng\u00fcnstiger Mehrproduktion erlaubten.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf m\u00f6gliche Engp\u00e4sse nach der Jahrtausendwende und mit Bezug auf den \u00f6ffentlichen Versorgungsauftrag wurden in den 90er Jahren vereinzelt weitere Investitionen in gr\u00f6ssere Projekte get\u00e4tigt. Im Rahmen des Aktionsprogramms &#8220;Energie 2000&#8221; des Bundes und unterst\u00fctzt durch die Elektrizit\u00e4tswirtschaft wurden F\u00f6rderprogramme zugunsten der neuen erneuerbaren Energien eingeleitet. Aber auch WKK-Anlagen aller Gr\u00f6ssenordnungen und KVA verzeichneten in diesem Jahrzehnt attraktive Zuwachsraten in der Stromerzeugung.<\/p>\n<p>Die unerwartete wirtschaftliche Stagnationsphase f\u00fchrte jedoch kombiniert mit den Strommarkt-Liberalisierungspl\u00e4nen in der EU und in der Schweiz zu \u00dcberkapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>1998 betrug der Anteil der hydraulischen Produktion an der Landeserzeugung 56,3%, der Anteil der Kernkraftwerke 40,0%, w\u00e4hrend die konventionell thermischen rund 3% und die neuen erneuerbaren (Strom aus KVA zu 50% ber\u00fccksichtigt) rund 1% beitrugen.<\/p>\n<\/div>\n<hr>\n<h2>Statistische Methodik<\/h2>\n<div><main><\/p>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"main-content col-md-8\">\n<div class=\"templateContent\">\n<p>Bis 1930 wurden die Produktions- und Verbrauchsdaten von privaten Organisationen gesammelt. Man war dabei stark auf Sch\u00e4tzungen angewiesen, und die Systematik entsprach nicht der heute verwendeten. So existiert auch keine Aufteilung von Produktion und Verbrauch f\u00fcr das Sommer- und Winterhalbjahr.<\/p>\n<p>Seit 1930 basiert die Elektrizit\u00e4tsstatistik auf Erhebungen der Produktion und der Abgabe an die Endverbraucher durch das heutige\u00a0BFE. Die Daten der Werke der Allgemeinversorgung werden monatsweise und zus\u00e4tzlich an allen Mittwochen erhoben. Zus\u00e4tzlich werden an allen Montagen die Speicherinhalte und an bestimmten Tagen in jedem Quartal Daten zu den Leistungsverl\u00e4ufen erhoben.<\/p>\n<p>Der zur Herstellung der Elektrizit\u00e4t ben\u00f6tigte Prim\u00e4renergietr\u00e4ger wird bei den Erhebungen nur insofern erfasst, als eine Unterteilung in Speicher- und Laufwasserkraftwerke, konventionell-thermische Kraftwerke und Kernkraftwerke gemacht wird.<\/p>\n<p>Die zur Elektrizit\u00e4tserzeugung genutzte Wasserkraft ist gleich gross wie die in den Wasserkraftwerken erzeugte Elektrizit\u00e4tsmenge. Diese Definition entspricht dem internationalen Standard und ersetzt die bis 2005 im schweizerischen Alleingang praktizierte Berechnung mit einem Wirkungsgrad von 80%.<\/p>\n<p>Der Wirkungsgrad der Kernkraftwerke ist mit den hier angenommenen 33% der durch die Kernspaltung erzeugten W\u00e4rme etwas tiefer als bei konventionell-thermischen Anlagen, was auf den dort erzielbaren h\u00f6heren Dampftemperaturen beruht. \u00dcber die Prim\u00e4renergietr\u00e4ger bei den konvetionell-thermischen Anlagen sind keine ausreichenden Statistiken vorhanden, doch kann mit Sicherheit angenommen werden, dass Erd\u00f6lprodukte den gr\u00f6ssten Teil des Bedarfs decken.<\/p>\n<p>Erst in j\u00fcngerer Zeit hat die Elektrizit\u00e4tserzeugung in Kehrichtverbrennungsanlagen eine gewisse Bedeutung erlangt, wobei dort zur Spitzendeckung einerseits mit verschiedenen Brennstoffen (Kohle, Gas oder \u00d6l) zus\u00e4tzliche Energie zugef\u00fchrt, andererseits nebst Elektrizit\u00e4t auch, oder vor allem, Fernw\u00e4rme erzeugt wird. Eine Aufteilung der eingesetzten Prim\u00e4renergietr\u00e4ger auf die erzeugten Energietr\u00e4ger ist also nicht direkt m\u00f6glich.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/main><\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"animation\":\"fade\",\"image_position\":\"center-center\",\"padding\":\"large\",\"padding_remove_bottom\":false,\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"\",\"width\":\"large\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"props\":{\"column_gap\":\"large\",\"layout\":\"1-3,2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"1-3\",\"width_xlarge\":\"1-3\"},\"children\":[{\"type\":\"module\",\"props\":{\"menu_image_align\":\"center\",\"menu_image_margin\":true,\"menu_style\":\"primary\",\"menu_type\":\"nav\",\"position_left\":\"0\",\"type\":\"nav_menu\",\"widget\":\"nav_menu-2\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"2-3\",\"width_xlarge\":\"2-3\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Elektrizit\\u00e4t\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"heading-small\"}},{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Entwicklung\",\"title_element\":\"h2\",\"title_style\":\"h2\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Infolge des geringen Elektrifizierungsgrads wurden 1910 erst 3,5% des schweizerischen Endenergiebedarfs durch Elektrizit\\u00e4t gedeckt. 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